Digitale Verwaltung und Behördenkontakte

Digitale Verwaltung, E-Government, smart cities und ähnliche Begriffe stehen im Fokus der Digitalisierung der Verwaltung.

Das Bundesamt für Statistik hat dazu sehr differenzierte und interessante Daten veröffentlicht.

Demnach hatten 56% der Internet-Nutzer in den letzten 12 Monaten irgendeinen Internet-Kontakt zu Behörden oder öffentlichen Einrichtungen. Dies wurde so für das 1. Quartal 2018 festgestellt.

Fast genau so viele – 55 % – hatten auf den Webseiten von Behörden und öffentlichen Einrichtungen nach Informationen gesucht.

Bei einer intensiveren Nutzung lässt dann allerdings der Nutzeranteil nach. Nur noch jede/r Dritte/r (34 %) hattte ein amtliches Formular heruntergeladen oder ausgedruckt.

Und nur noch jede/r Fünfte (18 %) sendete ein ausgefülltes Formular dann über das Internet zurück.

Eine digitale Verwaltung bleibt bei diesen Zahlen auf dem halben Wege stecken. Im Rahmen der Digitalisierung müsste die Verwaltung ausgefüllte Formular auch digital entgegennehmen bzw. Nutzer/innen bereit sein, ausgefüllte Formulare über das Internet zurückzuschicken. Ein Hinderungsgrund scheint hier die Skepsis der Nutzenden beim Datenschutz bzw. die Datensicherheit zu sein.

Und dann sollte die Verwaltung noch in der Lage sein, digital zurückgesandte Formulare direkt in ihre jeweiligen IT-Fachverfahren einlesen zu können.

Der Weg der digitalen Verwaltung scheint länger als gedacht, wenn man das Nutzungsverhalten berücksichtigt.

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